Sepp's Worldblog

22. Juni 2005

Hot town

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 20:55

das wetter meint es gut mit uns und sepp verbringt die hundstage bei temperaturen über 32° mit schlafen, rumlungern,

schnalzen

zwischendurch zur abkühlung etwas schwimmen

pföteln

schwimmen

schütteln

einem kleinen spaziergang, bei dem man im schatten mit freunden ein kleines spiel macht

erwartung

raufen

und zum abschluß sich noch ein paar spannende geschichten ins ohr säuseln zu lassen…

geschichten

da sich sepp so langsam in der junghundegruppe langweilt und es außer den alltags-erziehungsstandards noch viele andere interessante beschäftigungsfelder für einen allseits interessierten herder gibt, habe ich mich in den letzten tagen mal im internet und teilweise vor ort über die angebote der für uns erreichbaren (schäfer)hunde-clubs, äh, -vereine angeschaut. nach dem groucho marx’schen motto „ich möchte keinem verein angehören, der mich als mitglied akzeptieren würde“ ging ich mit einem gewissen mißtrauen auf die suche. mein mißtrauen wurde nicht enttäuscht, auf mancher home-page kamen hunde kaum vor, sondern nur viele tabellen über „prüfungen“, berichte und bilder von ausflügen in höhlen und in freizeitparks, die gelungene karnevals-party, wo zum höhepunkt ein nackter arsch gereicht wurde – aber kaum hunde.
zufällig fand ich in der zeitung einen hinweis auf eine „unterordnungs- und schutzdienstprüfung“ in der nähe. also sepp geschnappt und hin. auf dem parkplatz wurden wir von wild bellenden, in ihren kofferraum-boxen wartenden prüflingen, am letzten sonntag waren’s schon um zehn so 30°, begrüßt. sepp kniff seinen schwanz zwischen die beine und wir gingen schnellen schrittes auf’s vereinsgelände. sepp labte sich mit frischem wasser und ich kam schnell, was wunder mit einem herder, mit den fachleuten in kontakt. sepp wurde angesehen und für gut befunden*, vergleiche zu einem bekannten mali gezogen und darüber geschwärmt, was man doch aus solchen hunden für trieb rausholen könne. und bei der mannarbeit würden sie so fest zupacken, dass man rotierte. still hörte ich mir das an. die ersten zwei hunde waren zu ihrer unterordnungs-vorstellung nach der einzelvorführung auf der terrasse – sepp lag zwischen meinen beinen hechelnd im schatten – schon auf der wiese und ich fand die vorführung wirklich bemerkenswert. mir persönlich vielleicht etwas zu exakt, aber nein, damit könnte ich leben. leider gab ein vereinsmitglied am benachbarten bierstand vor interessierten zuhörern – (warum schauen die eigentlich nicht den hunden zu?) –  unter viel gelächter wehrmachts-geschichten zum besten und dann dachten wir uns, dass es vielleicht doch besser sei, bei dieser hitze etwas in die ruhr schwimmen zu gehen. der „schutzdienst“ kam erst am nachmittag dran, aber da ich mich bisher immer ganz gut selbst schützen konnte, war das eh‘ nicht mehr wichtig.
spaß beiseite, für sepp sind menschen jeglicher art bisstechnisch tabu. und da werde ich einen teufel tun, ihm seine natürliche beißhemmung abtrainieren zu lassen und dafür zu sorgen, dass er auf kommando wieder aus lässt. wer nicht – auch wenn nur auf kommando – zubeißt, braucht auch nicht den fang wieder zu öffnen. da ich einen sozialverträglichen freundlichen hund brauche und die letzten fünfzig jahre keine schwierigkeiten hatte, meine probleme selbst zu lösen – wobei ich mir sicher bin, dass sepp naturgemäß in einem wirklichen notfall schon entsprechend eingreifen würde – wird sepp andere ausfüllende angebote bekommen, bei denen er seine fähigkeiten aggressionsmindernd ausbauen kann.
über einen link fand ich dann einen vor einigen jahren wiederbelebten verein in hagen-vorhalle, der mich sowohl von der schlichten, aber dadurch auch inhaltlich aussagekräftigen – hier steht der hund im mittelpunkt und spaß scheint kein fremdwort zu sein – art und seinem ausbildungsangebot ansprach und mich veranlasste, mir mal eine übungseinheit am dienstag anzusehen. leider war – es war auch wieder sehr heiß und schwül – nur ein hund und ein trainer anwesend. mir wurde aber versichert, dass sonst so bestimmt immer mindestens zehn hunde da seinen. also werde ich in nächster zeit mal wieder vorbei schauen, vielleicht haben wir ja das richtige gefunden…

an sonsten steht sepp sein erstes wochenende ohne die ober-chefs bevor. wir fliegen drei tage nach verona zu den opern-festspielen. sohnemann und freundin mit chef-hund pepito werden ihm die zeit vertreiben und wir hoffen, dass sepp uns nicht anschließend zu böse ist und uns mit dem ar…. nicht mehr anschaut. ach was, er wird sich köstlich amüsieren! :-)))

*bis auf die kleine ausgefranste pinselspitze am schwanzende, die ich doch rund schneiden solle. hab‘ ich ’nen pudel, oder was? 😉

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